52 Wochen Zeichnen Challenge
- Woche 1: Gestenzeichnen Menschen
- Woche 2: Grundformen
- Woche 3: Grundformen modifizieren
- Woche 4: Objekte konstruieren
- Woche 5: Mannequinization
Woche 1: Gestenzeichnen Menschen
18. Januar 2026
Das ist etwas, was ich während meines Mentorships bei ForceDrawing intensiv geübt habe. Deshalb war diese Woche für mich eher eine Auffrischung. Trotzdem wollte ich es nicht einfach überspringen, sondern fange nochmal von Anfang an, um mich weiter zu verbessern. Wer mehr über ForceDrawing lernen möchte, kann sich den YouTube-Kanal oder die Website anschauen.
Beim Gestenzeichnen geht es nicht darum, die Konturen des Körpers zu zeichnen, sondern die Bewegung, die Aktion, das Gefühl einer Pose einzufangen. Viele die erst mit dem Zeichnen anfangen wollen direkt Muskeln und Anatomie des Körpers zeichnen, dann sehen die Posen oft aber steif und leblos aus. Nachdem du die Gestenzeichnung gemacht hast, kannst du Masse, Struktur und Anatomie hinzufügen.
Was habe ich gemacht?
Ich habe anfangs mit 3 Minuten Posen angefangen und bin dann nach und nach mit der Zeit runter – von 2 Minuten, 1 Minute und am Schluss auch noch 30 Sekunden Posen. Vor allem die 30 Sekunden Posen helfen dir, die Details auszublenden und dich nur auf die Aktion der Pose zu konzentrieren.
Neben Ganzkörper-Posen habe ich noch Torso Gestenzeichnen geübt. Der Torso ist die grösste Masse vom Körper und bestimmt oftmals die Energie, die Funktion der ganzen Pose. Bei ForceDrawing haben wir mit verschiedenen Torso-Templates gearbeitet: C, S, CS und Reverse-S. Diese helfen, schnell die Grundform des Torsos zu erkennen.
Meistens ist es ein C-Torso. Achtet darauf, ob eine Seite komprimiert und die andere gestreckt ist, dann habt ihr oft ein C.
Beim S-Torso habt ihr eine Drehung in Oberkörper oder Hüfte. Oder beide drücken in entgegengesetzte Richtung.
CS ist eher selten, es ist eine Mischung aus beidem, gestreckt und Drehung gleichzeitig.
Tipps
Wenn du aber erst anfängst, empfehle ich dir, Iterationen der gleichen Pose zu zeichnen. Mach dir Notizen, bevor du anfängst. Schreib kurz Verben auf, die die Pose beschreiben – die Idee, die Aktion, die du zeichnen möchtest. Dann zeichne die Pose, analysier deine Fehler und zeichne sie erneut. Bei Posen, mit denen du Probleme hast, zeichne sie mehrmals (4-8 mal) und schreib dir auf, was du beim nächsten Versuch verbessern möchtest. So lernst du am schnellsten, indem du dir selber Feedback gibst.
Was mir noch schwer fällt
Was mir noch immer schwer fällt, sind Posen, wo die Beine sehr nah am Körper sind oder sich überkreuzen. Dann wirken meine Linien schnell chaotisch und die Idee der Pose ist schwerer zu verstehen. Bei solchen Posen versuche ich, sie länger zu analysieren, bevor ich anfange zu zeichnen. Ausserdem ist das Zeichnen mit dem Kugelschreiber für mich noch sehr ungewohnt.
Nächste Woche geht es mit Grundformen weiter und wie man den Würfel aus jedem Blickwinkel zeichnet.
Hast du Fragen zur 52 Wochen Challenge?
Schreib mir an [email protected] – ich versuche dir so schnell wie möglich zu helfen.