Meine Anfänge
5. Januar 2026
Wer bin ich?
Hi, mein Name ist Bohna. Als Kind habe ich gar nicht gezeichnet, meine Leidenschaft sind Videospiele, zu denen ich durch meinen älteren Cousin gekommen bin. Ich möchte euch hier in meinem Blog gerne auf meine Art Journey mitnehmen. Was damals als reiner Zeitvertreib aus Langeweile begann, ist heute alles, was mit Zeichnen zu tun hat, ein fester Bestandteil meines Lebens – von Art-Podcasts über das Sammeln von Illustrationsbüchern wie von Frank Frazetta, Franklin Booth oder Berni Wrightson bis hin zu Künstlerbedarf. Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen mit meiner Leidenschaft begeistern kann und vielleicht diejenigen, die schon zeichnen, anspornen kann, sich weiterzuentwickeln.
Meine ersten Zeichenversuche
Meine Anfänge begannen auf YouTube, wo ich immer wieder Leute sah, die fotorealistische Bilder zeichneten. Ich war natürlich fasziniert, wie man so gut zeichnen kann und begann daraufhin selbst zu zeichnen. Das war im Jahr 2014 oder 2015. Die nächsten paar Jahre habe ich hauptsächlich realistische Bilder gezeichnet. Mit dem Ziel, so realistisch wie möglich zu zeichnen. Bestimmt hat jeder von uns schon diesen Punkt erlebt, wo wir etliche Tutorials, wie „How to Draw a realistic eye“ angeschaut haben, wo sie erklärten, wie man ein Auge zeichnet. Mit meinen ersten paar Zeichnungen war ich auch wirklich sehr zufrieden. Aber je mehr ich gezeichnet habe, desto mehr kam der Perfektionist in mir hoch. Das Zeichnen wurde mehr und mehr zu Arbeit, weshalb ich auch immer weniger Spass beim Zeichnen hatte. Mir war nur noch das Ergebnis, das Endprodukt wichtig und nicht mehr das Zeichnen selbst. Das ging dann so weiter, bis ich irgendwann 2018 komplett mit dem Zeichnen aufgehört habe. Leider kann ich euch heute keine meiner alten Zeichnungen mehr zeigen, weil ich sie alle weggeschmissen habe.
Für knapp zwei Jahre habe ich gar nicht mehr gezeichnet. Bis ich 2020 angefangen habe englischsprachige Art YouTuber zu konsumieren, wodurch ich auf den grössten Art Education YouTuber aufmerksam wurde: den YouTube Kanal Proko. Der Kanal bietet viele hochwertige Videos und Kurse im Bereich Zeichnen an. Die kannst du auf seinem YouTube Kanal oder auf der Webseite www.proko.com finden. Zudem macht er mit Marshall Vandruff, einem Illustrator und Kunstlehrer den Podcast Draftsmen, welcher mir die Augen geöffnet hat, wie man zeichnen lernt.
Force Mentorship
Über den Proko YouTube Kanal bin ich auf Force Drawing by Mike Mattesi aufmerksam geworden, der meinen Zeichenstil sehr verbessert hat. Der Gründer Mike Mattesi hat mit vielen grossen Film- und Videospielfirmen im Bereich Animationszeichnen zusammengearbeitet wie Pixar, Walt Disney Feature Animation, Marvel Comics, Electronic Arts, Dreamworks und vielen mehr. Was mich besonders angesprochen hat, sind seine Gesture Drawings, die sehr dynamisch sind und viel Bewegung und Rhythmus verkörpern. Mitte 2022 habe ich mich für die „Force Gesture“ Kurse angemeldet, wo du Videos in deinem eigenen Tempo anschaust und das Gelernte dann auf Papier zu übertragen versuchst. Weil viele der Force-Community mit einem Grafiktablett zeichnen, habe ich mir auch eins gekauft, und zwar das XP-Pen Display 15.6 Pro. Da mir das, was das Force-Drawing Programm mir vermittelt, sehr gefallen hat, habe ich mich nach langer Überlegung entschieden, Anfang 2023 das Force-Mentorship anzufangen. Mein Mentor war Swendley Benila, der zusammen mit Mike Mattesi und Mritunjay Varun zum Force Drawing Mentor Team gehört. Mein Englisch war zu diesem Zeitpunkt alles andere als perfekt und ich war extrem nervös bei unserem ersten Meeting, das verging nach den ersten paar Meetings aber wieder. Pro Woche hatten wir eine einstündige Session, die über Zoom stattfand, den Tag und die Uhrzeit konnte ich selbst wählen, sodass es sowohl für mich als auch für ihn passt. Während der einstündigen Session wurden die Hausaufgaben (Zeichnungen) besprochen und verbessert, die ich während der Woche gemacht habe. Im Schnitt habe ich ca. ein bis zwei Stunden pro Tag investiert, dazu gehören die Videos/Tutorials anzuschauen, die auf der Webseite zur Verfügung stehen. Während dieser Zeit habe ich ausschliesslich digital in Photoshop mit einem Grafiktablett gezeichnet.
Mein Fazit zum Mentorship
Ich bin dankbar für diese Zeit. Während des Mentorships habe ich mehr gelernt als in den Jahren davor. Mir ist nun klar, dass Zeichnen lernen ein System hat und meiner Meinung nach mehr ein Handwerk ist, das jeder von uns lernen kann, egal wie viel Talent man hat. Wie bei jedem Skill, egal ob du ein Musikinstrument spielst oder eine Sportart ausübst, muss man die Zeit investieren, die Basics, die Grundlagen zu lernen und aus seiner Komfortzone herauszugehen. Die Entscheidung, ein Mentorship zu beginnen, würde ich ohne Zweifel wieder treffen, auch wenn ich wegen der Arbeit und des Mentorships einige schlaflose Nächte hatte.